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28. June 2017
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2009

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So, 9. August 2009 [Skulpturen, Zeichnungen und Texte]

Thorsten Dittrich, Boje Arndt Kiesiel: Da staunste Bauklötze

Vom Phänomen des Phänomenalen
Die Utopie eines Neuanfangs, der sich architektonisch manifestiert, ist nicht neu. Schon die Idealstadtplanungen des 16. Jahrhunderts versuchten das Phänomen einer perfekten Stadt mit der Erziehung und Prägung des Menschen zu verbinden. Die Hafen City ist  durchaus als eine elitäre Ausdehnung der östlichen Altstadt von Hamburg zu bewerten, die spürbar nach "aussen und innen" wirken soll.Vom sogenannten Leuchtturmprojekt Elbphilharmonie bis hin zur Spielwiese für Immobilienspekulanten, die ihre Wohnungen häufig nur als Zweit/Drittwohnsitz bespielen...

Ehrgeizige Architekten können sich hier ihren Profilneurosen und Dogmen einer Windkanal-Ausbildung hingeben. Sehr häufig kommen dabei Klötze heraus. Meistens nicht aus Holz und nicht zum Spielen. Unser Ansatz, hier einzuhaken, ist keine freundliche Annäherung:

Ironisch-bissige Kommentare zum Phänomen der busseweise herbeiströmenden Touristen in Form von Collagen und Objekten sollen ein bitterböses Licht auf den Glamour-Wurmfortsatz von Hamburg werfen. Die Kombination von hässlichen Klötzen mit "staunenden" Touristen
eröffnet hier ein herrliches Spektrum des Absurden...